„Eine gefährliche Lektüre für Menschen mit festem Wohnsitz.“

Reisebeschreibungen sind so alt wie die Literatur. Das Gilgamesch-Epos, die Odyssee, Abrahams Wanderungen im Alten Testament handeln von ausgedehnten Reisen. Es ist erst 13.000 Jahr her, dass die Menschen ihr Nomadendasein beendeten und sesshaft wurden. Die Wanderlust steckt in unseren Genen, der Wunsch, unsere Welt über den Horizont hinaus zu erkunden, ist universell.

Der schwedische Journalist und Schriftsteller Per J. Andersson, Mitbegründer von Schwedens bekanntestem Reisemagazin Vagabond, gibt diesem Bedürfnis immer wieder bereitwillig nach. Er unternimmt seit mehr als 30 Jahren ausgedehnte Reisen auf allen Kontinenten, wandert über Berge, schlendert durch Basare und Slums, fährt mit dem Bus durch Indien und trampt durch Europa – immer auf der Suche nach spannenden Begegnungen, neuen Eindrücken und dem, was unserem Leben Sinn verleiht. In den 19 Geschichten seines neuen Buches lässt uns Andersson teilhaben an seinen Begegnungen und den unterwegs gewonnen Erkenntnissen.

Vom Schweden, der die Welt einfing und in seinem Rucksack nach Hause brachte“ ist ein romantisches Buch, das Lust macht, die Welt abseits massentouristischer Trampelpfade zu erkunden, ein Plädoyer, auf die Bequemlichkeit und den klimatisierten Komfort der üblichen Pauschalreise zu verzichten. Zugleich ist es ein hochpolitisches Buch, das zeigt, wie hoch der Preis wäre, wenn unsere Reisefreiheit und das Recht zum gleichberechtigten Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft zugunsten eines neuen Nationalismus und der Abriegelung von Grenzen aufgegeben würde.

Das von Susanne Dahmann aus dem Schwedischen übersetzte Buch gibt C.H.Beck als schön gestaltete Klappenbroschur – versehen mit 20 Stempelmotiven von Luus Schreurs – heraus und ist momentan Platz 6 der Spiegel-Bestseller Liste!

Per J. Andersson