In seinem politischen Essay „Antropocen“ („Anthropozän“), der im Frühjahr 2017 im schwedischen Weyler-Verlag erschienen ist, stellt Sörlin zunächst die Verwendung des titelgebenden Begriffs vor – von der Bezeichnung der gegenwärtigen erdgeschichtlichen Epoche, in der der Mensch zum entscheidenden Einflussfaktor geworden ist, bis zur aktuellen politischen Debatte über Maßnahmen gegen den ökologischen Kollaps unseres Planeten. In scharfem Kontrast zu technologiegläubigen Wachstumsideologen und Anhängern einer neoliberalen Globalisierung plädiert Sörlin für einen Kurswechsel hin zu einer nachhaltigen Politik. Er zeigt, wie eng ökologische und humanitäre Fragen angesichts von Bevölkerungszuwachs, Energieverbrauch und Klimawandel miteinander verwoben sind und legt dar, dass wir mit dem Anthropozän ein brauchbares Konzept als Richtschnur für verantwortungsbewusstes Handeln besitzen.

Antropocen