Mit 17 Büchern und zahlreichen Auszeichnungen, darunter der renommierte Literaturpreis des Nordischen Rates, gehört Sara Lidman zu den wichtigsten sozialkritischen Autoren Schwedens. Bereits ihren dialekt- und bibelsprachlich geprägten Debütroman „Tjärdalen“ („Das Teertal“) von 1953 widmet sie ihrem Lebensthema, dem Existenzkampf der Bauern und Arbeiter in der dünn besiedelten Provinz Nordschwedens.

Hjortonlandet

Ihr zweites Buch „Hjortronlandet“ („Moltebeerenland“), das 1955 bei Albert Bonnier erschien, gilt allgemein als ihr bedeutendstes Werk. Am Beispiel der Schicksale von fünf Familien verarmter Pachtbauern entwirft Sara Lidman, die selbst unter ähnlichen Bedingungen aufwuchs, ein meisterliches Porträt der schwedischen Gesellschaft lange bevor die Politik des Wohlfahrtsstaates greift. – Wir freuen uns sehr über die Vertretung dieser eminent politischen Schriftstellerin und aufregenden Sprachkünstlerin.

Niemand kann sich erklären, was in London los ist. Immer wieder gibt es kleine Explosionen, selbst Gebäude sind schon eingestürzt. Alex, Joe und Rebecca fragen sich, ob der totgeglaubte LaPorta dafür verantwortlich ist. Doch dann wird ihnen eine geheimnisvolle Karte zugespielt. Sie verändert sich von Tag zu Tag und zeigt ein geheimnisvolles Netzwerk, das die Stadt durchzieht. Um die Zerstörungen aufzuhalten, haben die drei nur eine Chance: Sie müssen dieses Netzwerk durchbrechen!


Teil 2 der „Secrets of Amarak“ Reihe, ab 9 Jahre.

erschienen unter dem Pseudonym T. Spexx

Jugendroman, 240 Seiten, Gebunden
Arena Verlag 2017

Heute wurde bekannt: Que Du Luu ist mit ihrem Roman »Im Jahr des Affen« in der Kategorie Jugendbuch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 nominiert!

»Que Du Luu ist ein autobiografisch gefärbter Jugendroman gelungen, der Vertrautes fremd werden lässt und zeigt, was es bedeuten kann, zwischen kulturellen Welten aufzuwachsen.« – Jurybegründung

Am Freitag, dem 13. Oktober 2017, werden die Sieger in allen Kategorien auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben. Wir drücken die Daumen!

»We are thrilled that we obtained the options to [Stefán Mánis] books. They have been bestsellers each year and we aim to turn them into an eight’to’ten part TV-series.«Variety

Not just one book but the whole crime series around Detective Hrafn Grímsson by Stefán Máni has been obtained by the Icelandic filmproductions Mystery Productions and Truenorth Productions.

 

Davíð Ólafsson and Kristinn Thordarson told the famous American entertainment magazine Variety in an interview that Mánis books will be produced as a TV-series, starting with his most recent title »Black Magic (Svartigaldur)«, which immediately landed in the top 3 of the bestseller list in Iceland back in December.

»We have been following Stefán Máni ever since his book »Blacks Game« was turned into a movie. His stories are mainstream and approachable and his main character Hrafn Grímsson is a very interesting person.«Variety


We are waiting on pins and needles to be able to watch an up to 10-episodes season of utter suspense! 


 

Fredrik Sjöberg wurde am 22. September der Ig-Nobelpreis für Literatur verliehen. Seine drei Bände »Die Fliegenfalle«, »Der Rosinenkönig« und »Die Kunst zu fliehen« über »die Freuden des Sammelns von toten Fliegen – und Fliegen, die noch nicht tot sind« (Ig Nobel Board of Governors), waren skurril genug, aber auch beeindruckend genug, um den Preis der Obskuritäten zu erhalten. – Wir freuen uns!

»Die Studien, die mit dem Ig-Nobelpreis ausgezeichnet werden, sind skurril, kurios und meistens sogar ernst gemeint. Zum 26. Mal sind die Preise an der Elite-Universität Harvard im US-amerikanischen Cambridge letzte Nacht verliehen worden. Die Auszeichnungen sollen das menschliche Einfallsreichtum ehren und das Interesse an Wissenschaft, Medizin und Technik fördern. Ausgezeichnet werden laut Veranstalter unwahrscheinliche Forschungsprojekte, die zuerst zum Lachen und dann zum Denken anregen.«

Die Zeit, 23.09.2016

Wir freuen uns sehr, dass Que Du Luu in diesem Jahr den mit 1500 Euro dotierten Nachwuchspreis für Kinder- und Jugendliteratur für ihren Roman »Im Jahr des Affen« (Königskinder) erhält.

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. in Volkach verleiht seit 2009 mit Unterstützung von Paul Maar und der Bayernwerk AG neben dem Großen Preis einen Nachwuchspreis für deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur.

Die Preisverleihung findet am 18. November 2016, ab 18 Uhr, in Volkach statt. Zudem findet am Donnerstag, dem 20. Oktober 2016, ab 11 Uhr im Kinderbuchzentrum der Frankfurter Buchmesse (Halle 3.0) ein Podiumsgespräch mit den Preisträgern des Autoren- und Illustratorenpreises aus diesem und dem letzten Jahr statt. Hier sollen die Preisträger Gelegenheit haben, die Entstehung ihrer Bücher zu präsentieren.

Hammer und Sichel? Schmetterlingsnetz und Korkenzieher!

Das Land der Schweden mit der Lupe untersuchend: Fredrik Sjöberg erweist sich in seinen Essays als Meister der Technik, im Kleinen das Große zu erkennen

Fredrik Sjöberg ist ein seltenes Exemplar. Ein naturwissenschaftlicher Geist im Körper eines Schriftstellers – oder umgekehrt. Studierter Geologe, Biologe, Schwebfliegensammler, Übersetzer, Literaturkritiker. Als preisgekrönter Essayist nistet er in jenem Randbereich zwischen Fiktion und Nichtfiktion, den Montaigne der Gattung zuwies, als er vor fünfhundert Jahren behauptete, mit den „Essais“ ein ehrliches Buch geschrieben zu haben. Ist Sjöberg ehrlich? Und was heißt das überhaupt? Ein Essayist, davon ist er überzeugt, sollte niemals seine eigene Begeisterung für ein Thema mit der des Lesers verwechseln, denn der sei bedingungslos nur an „Geld, Sex und den Unzulänglichkeiten von persönlichen Bekannten“ interessiert. Umso erstaunlicher, mit welcher Hingabe er sich – zumal für deutsche Leser – fernen Themen widmet. Ein Dutzend Kostproben aus zwei 2008 und 2012 im Original erschienenen Bänden sind jetzt verfügbar; es geht darin um Heroen der Biologie und Botanik wie Darwin, Alfred Russel Wallace, Carl von Linné, aber auch um einen hierzulande wenig bekannter Forscher wie Sven Ingemar Ljungh, einen Schüler Linnés. Der beschrieb etwa die Vorzüge des Eisfangs – wie man mitten im Winter bei einsetzendem Tauwetter Unmengen von Insekten in halbgefrorenem Zustand von Eisoberflächen sammelt.

Um Sammeln ist es Sjöberg beinahe immer zu tun, weil er selbst betroffen ist: „Mir ist ein ausgeprägter Hang zu Neidgefühlen eigen. Kenner der Psychopathologie sagen, dass gewisse, besonders begehrenswerte Gegenstände wie Fetische funktionieren, magische Objekte, mit denen der Besitzer seine Depressionen heilen kann.“ Dazu gehört in Sjöbergs Fall eine Fotografie Strindbergs, die der Dramatiker 1886 mit Selbstauslöser machte, den Kopf in seinen Händen auf den Schreibtisch gelegt. Ein Fetisch wird daraus, weil das Bild über dem Schreibtisch des Dichters Bengt Lidforss hing, den Sjöberg bewundert: Vor allem, weil er so vieles in einem war, und dabei immer mutig: Botaniker, Sozialist, Gottesleugner (im Vergleich mit ihm wirke Richard Dawkins „wie ein entlaufener Messdiener“), Zeitungsmann, Literaturkritiker sowie Vordenker der Naturschutzbewegung. Unser Umgang mit der Natur, das ist ein Thema, auf das Sjöberg immer wieder zu sprechen kommt. Geboren 1958 und aufgewachsen im südschwedischen Småland, hat er sowohl die Jahrzehnte des Raubbaus in seiner Heimat als auch die „cholerischen Pessimisten“ der Naturschutzbewegung miterlebt und kennengelernt. Illusionen sind für ihn von gestern, heute keimt allenfalls seine Hoffnung, in Zeiten des Tourismus könnten sich die Dinge zum Besseren wenden. Die romantische Naturbetrachtung sei in der schwedischen Malerei und Dichtung ein überaus starkes Motiv geblieben, deswegen ist Sjöberg überzeugt, der Blickwinkel der Politik müsse sich von der Ökologie zur Ästhetik verschieben: „Die Naturschönheit braucht nicht wiederentdeckt zu werden, sie muss nur wieder gesellschaftsfähig werden.“ Im Jahr 2009/2010 war Sjöberg auf Einladung des Freistaats Bayern ein Jahr Stipendiat in der Villa Concordia in Bamberg. Er hat dieses Geschenk genutzt. Im Auftaktstück „Bing!“ heftet er sich im fränkischen Wiesenttal auf die Spuren von Wackenroder und Tieck, in der Binghöhle nahe Streitberg findet er ein Echo auf den gleichnamigen Bing-Vergaser seiner ersten Mofas,
erzählt nebenher ein Kapitel deutscher Industriegeschichte und bringt auf vierzehn Seiten auch noch Stolpersteine, Bruce Chatwin und die Erfindung des Teddybären unter. In solchen kompakten Stücken ist Sjöberg ganz auf der Höhe seiner Kunst, in anderen botanisiert er als Lokalhistoriker ausschweifend in den Wäldern und Bibliotheken seiner Heimat. Die Technik, radikale Gedankensprünge mit Sprechblasen der Sorte („Ich fürchte, das gehört nicht hierher“, „Tja“, „Glauben Sie mir“) zu markieren, wirkt gelegentlich aufgesetzt. Das letzte Stück widmet der Autor seiner Trauer nach dem Tod des Vaters, eines Ingenieurs und Fotografen, den er als Erwachsener als seinen besten Freund erlebte. Er folgt ihm nach Rothenburg ob der Tauber, von wo aus Sjöbergs Vater im Juli 1950 seinem Vater einen Brief schrieb, wissend, dass der Aquarelle des bekannten Märchen-Illustrators John Bauer besaß, die Ansichten von Klingentor und Strafturm zeigten. So schließt er für drei Generationen ganz leise und einfühlsam einen Kreis. Als Leser ist man beglückt, dieses Kunststück miterleben zu dürfen. – Hannes Hintermeier

© F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main, Freitag den 01.07.2016

Verkehrte Welt im Gay-Resort auf Sardinien: Hotelier Helmer Klotz, selbst schwul, verachtet seine homosexuelle Klientel aus tiefstem Herzen. Dann gewährt er in einer Notsituation Ilka, einer frisch verlassenen Mutter mit ihren zwei Kindern, Unterkunft. Damit treffen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein können.