Wer blinzelt hat Angst

Diese autobiographische Erzählung handelt von einem Einzelkind, das mit einer schizophrenen deutschen Mutter und einem neurotischen dänischen Vater im Nykøbing Falster der Sechziger Jahre aufwächst: Dem grässlichsten Ort Dänemarks. Seine Kindheit wird von den Gespenstern der Vergangenheit heimgesucht: eine Mutter, die das Eiserne Kreuz erhielt und in den Erinnerungen eines Luxuslebens in der preußischen Adelswelt lebt, und ein Vater, der das Zuhause zusammenzuhalten versucht, indem er alles und jedes versichern lässt. Der Roman beschreibt die Reaktionen des Kindes auf die gesellschaftliche Außenseiterrolle und die Einsamkeit in einem erstickenden Provinzkaff. Der Erzähler schafft sich seine eigene Fantasiewelt, Dichtung und einen unendlichen Durst nach Leben in einem Versuch, einen Weg aus dem Albtraum und in die wahre Welt zu finden.

Roman, 169 Seiten Seiten, gebunden
Insel 2007

„Lange hat kein Roman das Komische und das Bedrückende so gekonnt miteinander verwirbelt.“

– Der Tagesspiegel

„Wer blinzelt hat Angst vor dem Tod ist mehr als ein gelungener Debütroman. Der […] Autor richtet sein narratives Auge auf die Wunden europäischer Geschichte, ein Auge, das sich nicht mehr schließen lässt.“

– Deutschlandradio Kultur

„Mit der Intensität des zutiefst Verletzten hat Romer den Roman aus sich herausgeschleudert. Er vibriert vor kalter Wut. Dicht gedrängt kommen die Episoden, jede wie ein Einschlag. Romer erspart sich und uns die behäbig durcherzählte Geschichte. Er schießt Momentaufnahmen ab, eine markanter als die andere. Ausruhen ist nicht. Der Leser wird mitgerissen.“

– Tilman Krause, Literarische Welt