Ein Buch über Trauer und Schuld mit existenzieller Wucht

Karl Meyer ist Zahnarzt und führt ein durch und durch bürgerliches Leben. Doch als sein erst achtzehnjähriger Sohn Ole-Jakob Suizid begeht, droht es die Familie zu zerreißen. Karls Frau Eva steht unter Schock, die Tochter Stine verstummt. Auch Karl ist in seiner Trauer gefangen. Er denkt zurück an sein Kind, vor allem aber an das, was die Familie schon vor dessen Tod auf eine Belastungsprobe stellte: Karls Liebschaft mit der deutlich jüngeren Mona. Ist es diese Affäre, die Ole-Jakob in den Tod getrieben hat? Die Schuldfrage steht im Raum – und Karl läuft davon. Er begibt sich auf eine Reise in die Slowakei. Dort hofft er, Erlösung zu finden: in einem Haus, in dem man, so heißt es, mit seinen tiefsten Ängsten konfrontiert wird – und das man entweder gebrochen oder geheilt verlässt.

Durch die Nacht‹ ist die Anatomie eines Trauerprozesses und ein Buch, das unter die Haut geht. Stig Sæterbakken schont seine Leser nicht. Dieser so dringlich erzählte Roman schildert die Abgründe, die in uns allen lauern, und wie leicht wir die verletzen, die uns nahe stehen.

 

Roman, 288 Seiten, Hardcover
DuMont Buchverlag 2019

Einer der wichtigsten Autoren meiner Generation

– Karl Ove Knausgård

Sæterbakkens Texte sind unsagbar intensiv und manchmal auf unheimliche Weise komisch.

– The Guardian

Sæterbakken lockt seine Leser auf dunkle Pfade, von denen nicht so leicht zu entkommen ist.

– The New York Times Book Review

Ein Fest literarischen Könnens

– Dagsavisen

Ein düsteres, erbarmungsloses Meisterwerk von Stig Sæterbakken. Seine Sprache wehrt nichts ab, sie dringt in die Dunkelheit, präzise und geschickt.

– Dagbladet

Das ist Sæterbakken in Hochform, und besser wird dir norwegische Literatur kaum mehr.

– Adresseavisen