Die Kunst zu Fliehen

Vom Glück sich in kleine Dinge zu versenken und große Kontinente zu entdecken

Fredrik Sjöberg stöbert im Leben des Aquarellmalers Gunnar Widforss und öffnet uns die Augen für die Schönheit des Abseitigen. Was haben der Puzzlerausch zur Wirtschaftskrise, der Kaugummi-Magnat Wrigley und die Idee der Kameltruppen gemeinsam? Im Grunde gar nichts. Außer, dass sie in die Kategorie des bezaubernd Abseitigen fallen, von dem der neugierige Forscher und Sammler Fredrik Sjöberg magisch angezogen wird. In diesem Fall findet er solche und andere kuriose Geschichten am Wegesrand einer Reise auf den Spuren des 1934 verstorbenen schwedischen Aquarellmalers Gunnar Widforss. Dessen spannendes und turbulentes Leben setzt er in „Die Kunst zu fliehen“ wie ein Puzzle zusammen.

Sjöberg selbst übt sich dabei schreibend in der Kunst der Eskapade und entführt seine Leser immer wieder auf Nebenwege, in fremde Länder und ferne Zeiten. Man folgt ihm staunend und glücklich nur zu gern wohin auch immer. „Die Kunst zu fliehen“ ist der glänzende Abschlussband von Sjöbergs wunderbarer Trilogie, in der er seine Leser zum Innehalten verführt.

Sachbuch, 208 Seiten, gebunden, Galiani 2012

Taschenbuchausgabe
Bastei Lübbe 2014

»Wie der Russe Vladimir Nabokov und der Schwede Tomas Tranströmer ist auch Fredrik Sjöberg ein Insektenfreund. Vielleicht hat er daher diesen Blick für das Besondere – aus dem auch diesmal wieder ein Universum der Sehnsucht und des Scheiterns entsteht.«

– Deutschlandradio