Der Rosinenkönig

Vom Glück, sich ganz und gar in einer Sache zu verlieren

Wenn Fredrik Sjöberg über Gustav Eisens turbulentes Leben (1847-1940) schreibt, schlägt er bizarrste erzählerische Kapriolen, schreibt über alles und nichts, und bleibt doch auch selbst noch in der skurrilsten Abschweifung immer beim Thema. Eisen verdanken wir, dass es noch Mammutbäume gibt, dass Strindberg studieren konnte, eine grandiose Korrespondenz mit Darwin über Regenwürmer, das Standardwerk über Rosinen, eins der größten und schwersten Bücher, die es überhaupt gibt – über einen Kelch den er für den Heiligen Gral hielt. Vor allem aber ist er der Ausgangspunkt dieses wundersamen Buches, das selbst den Glanz jenes Glücks ausstrahlt, das nur dann entsteht, wenn man beschlossen hat, ganz für seine Passionen zu leben.

Einmal mehr gelingt Sjöberg das fast Unmögliche: In einem Buch über einen bizarren Außenseiter sondiert er in Montaignescher Weisheit, was das Wesen des Unglücks, des Glücks, die Stellung des Menschen in der Natur und das Wesen des Einsseins mit sich und der Welt ausmacht.

 

 

Sachbuch, 236 Seiten Seiten, gebunden
Galiani 2011

„Hinreißend! Faszinierend und großartig! Wenn man sagt, dass Bücher die Welt verändern können, dann ist das ein Buch par excellence.“

– Ernst Grandits/3Sat

„Von einer Einkehr in sich selbst getragen, dass es gerührt und sprachlos macht.“

– Andreas Maier/Die Zeit

»Wer Fredrik Sjöbergs 2008 erschienenen Vorgänger Die Fliegenfalle kennt und schätzt, wird nicht aufhören, den Begebenheiten, Anekdoten und Beobachtungen zu folgen, die der Erzähler so leicht und schwirrend, so hinreißend und klug zu einem kleinen Kosmos des Besonderen, Beachtenswerten fügt.«

– Kulturmagazin

 »Ein lebenskluges Buch über die Poesie des Sammelns.«

– FAZ