Die zwölfjährige Ina ist verzweifelt. Sie kann ihren sechs Jahre alten Bruder Anders nicht finden. Am Abend vorher hat ihr Vater eine wilde Party gefeiert. Wie immer hat er zu viel getrunken, wie immer musste Ina unter seiner Gewalt leiden. Das alles behält Ina aber stets für sich, denn sie versucht nach außen, den Schein einer intakten Familie zu wahren. Auch ihr Nachbar, der Polizist Bengt Alvsaker, ist sich der prekären familiären Verhältnisse, in denen das Mädchen und ihr Bruder leben, nicht bewusst.

Erst einen Tag nach Anders‘ Verschwinden traut sich Ina, Bengt um Hilfe zu bitten. Bengt Alvsaker setzt alles daran, den Jungen zu finden, zumal er offenbar der Letzte ist, der den Jungen lebend gesehen hat. Doch er und seine Kollegin, die junge Polizistin Susanne Hauso, tappen lange Zeit im Dunkeln, denn so mancher Bewohner des kleinen Dörfchens in Norwegen hat sich verdächtig gemacht. Derweil bleibt Anders spurlos verschwunden. Aber dann taucht eines Morgens die Schlafanzughose des Jungen am Strand auf, fein säuberlich gefaltet …

Kriminalroman, 416 Seiten, Taschenbuch
Droemer Knaur 2019

Agnes Lovise Matre gelingt mit Das Schweigen des Fjords ein sehr tiefgründigen und bewegenden Kriminalroman zu erschaffen, der so dicht an der Realität ist, dass es einem den Atem raubt.

– Mattis Bücherecke

»Matre erfindet eine Geschichte, die sich jeden Tag so zutragen könnte.«

– Ingvar Ambjørnsen, Dagbladet