Als einen „gelassenen Zauberer des Alltags“ hat ihn Heinrich Detering einmal bezeichnet. Und in der Tat wird in den Gedichten von Lars Gustafsson das Alltägliche besonders, das Unbelebte lebendig, das Abstrakte konkret: das Eisen verlangt danach, Rost zu werden, und die Bücher beginnen miteinander zu reden. Und ein Hobel kann sich erinnern: „Unter der Oberfläche der Dinge / verbirgt sich nichts anderes / als die Oberfläche der Dinge. / So lange wie etwas / von den Dingen übrig bleibt, / ist es Oberfläche. Nichts anderes.“ Der neue Band mit den besten Gedichten aus den letzten Jahren, aus dem Schwedischen von Verena Reichel, und Barbara M. Karlson, zeigt den zeitgenössischen Dichter aus Schweden auf der Höhe seiner Meisterschaft.

 

Gedichte, 104 Seiten, Fester Einband
Hanser Verlag 2014

* Hinweis: Dieser Titel wurde nicht durch die agentur literatur betreut.