„Norwegen an der Spree – das Berliner Büro des Börsenvereins hat am Dienstag Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Literatur zu Ehren des Gastlands der Frankfurter Buchmesse 2019 eingeladen. Im Mittelpunkt: die Autorin Ruth Lillegraven, ihr Kollege Lars Mytting und die neuen Bücher der beiden.“

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Norwegen ist in diesem Jahr Gastland auf der Frankfurter Buchmesse. Lars Mytting wird natürlich auch dabei sein und bei einigen Veranstaltungen vor und auf der Messe zu sehen sein.

Die Termine gibt es hier in einer Übersicht.

Bild: © Tobias Bohm

 

Vor dreißig Jahren hat Erling Kagge seine erste Kunst gekauft. Eine signierte und nummerierte Litographie, die ein bisschen nach Edvard Munch aussah. Die porträtierte Schwarzhaarige erinnerte ihn an seine erste Freundin. Und weil er nicht viel Geld dabei hatte, tauschte er das Kunstwerk gegen zwei Flaschen Bordeaux ein. »Die Flaschen leerten wir noch am gleichen Abend. Den Druck habe ich immer noch.« Dessen Wert ist in all den Jahren nicht gestiegen – anders als bei der »Surfing Nurse« des amerikanischen Malers Richard Prince, einem Bild, das Kagge in einer New Yorker Galerie entdeckte und für 50.000 Dollar kaufte. Er hätte es gerne behalten, aber dann sah er, dass »alle reichen Russen, Chinesen und Afrikaner unbedingt auch Richard Prince haben wollten«,  also verkaufte er das Bild vier Jahre später für das Hundertfache.

»Ja, man kann sehr viel Geld auf dem Kunstmarkt ausgeben und erlösen, man muss aber nicht« sagt Kagge. Wer neugierig bleibt, seinem Urteil traut, eine gute Portion Geschmack mitbringt, sich Trends widersetzt und ein bisschen Glück hat, kann auch als Einsteiger zum erfolgreichen Sammler werden. Genau wie Erling Kagge.

Der amüsante und anekdotenreiche Wegweiser liefert erhellende Einblicke in den Kunstbetrieb. Er zeigt, dass nicht der Smalltalk auf der nächsten Party, sondern der lange und manchmal abenteuerliche Weg durch die Welt der Kunst das eigene Kunstverständnis prägt – und zu einer ganz persönlichen und exquisiten Sammlung führt.

„Mauerflieger“ ist eine wahre, ergreifende Liebesgeschichte aus der Zeit der DDR und des Eisernen Vorhangs.

1965, im Schatten des Kalten Krieges, verlieben sich zwei Studierende ‒ Isolde aus Ostberlin und Hans Christian aus Stockholm. Die Berliner Mauer ist gerade mal vier Jahre alt und stark bewacht. Hunderte DDR-Flüchtlinge sind bereits bei dem Versuch, sie zu überwinden, festgenommen oder getötet worden. Nun steht sie auch dem Glück dieses jungen Paares im Wege. Doch wahre Liebe kennt keine Grenzen. Und so fassen die beiden einen scheinbar aberwitzigen Plan: Hans Christian soll fliegen lernen, um Isolde über den Eisernen Vorhang zu holen. Nach neun Monaten und vierzig Flugstunden ist es endlich so weit: Als frisch gebackener Pilot fliegt der junge Schwede los, um die Liebe seines Lebens in die Freiheit zu entführen …