Über die Halbwertzeit der Liebe und den Eigensinn der Hoffnung

Marthe und David befinden sich im freien Fall und müssen Privatinsolvenz anmelden. Notgedrungen ziehen sie an den Rand eines Dorfes in ein gerade noch bewohnbares Haus, das David geerbt hat. Selbst das Internet macht einen Bogen um die Gegend.

Das Dorf – umzingelt von genmanipulierten Maisfeldern für Biogasanlagen – scheint seine Seele verloren zu haben. Die Bewohner überlassen es zwei Großbauern, ihre Angelegenheiten zu regeln. Als in ehemaligen Zwangsarbeiterbaracken Flüchtlinge untergebracht werden, zieht mit ihnen Verunsicherung ins Dorf. Marthe, geduldete Außenseiterin und unablässig auf der Suche nach den schlimmsten aller Nachrichten, erlebt, wie die Lethargie weicht. David jedoch verstummt mehr und mehr, und eines Abends liegt ein Zettel auf dem Küchentisch.

Ein großer Roman über den Verlust der Mitte und ein Leben am Rand.


Rezension: Süddeutsche Zeitung (15.09.2018)

„Gerlof reißt ihre Szenerie zuerst archetypisch auf: das Haus, der Mann, der Hund, der Bürgermeister, der Schulz und der Krüger (die Kapitalisten am Ort). Aber dann windet sich ihre Erzählstimme so genial um die Bilder und Figuren herum, dass sie sich öffnen. Gerlof zerschießt ihre Sätze mit Punkten zu kurzatmigen Fragmenten und wechselt zwischen den Halbsätzen die Perspektive, sodass man Leute und Häuser und Verhältnisse von innen und außen gleichzeitig zu sehen meint. Mit dieser Technik bringt es Gerlof zu einer kunstvollen Pointe: Ausgerechnet im sterbenden Dorf, das von archaischer Macht und Argwohn beherrscht wird, finden Marthes Ängste einen Grund – und lassen nach, während das Dorf in Bewegung gerät, die Bewohner sich mit den Augen der Neuen selbst anders sehen und auf Ideen kommen. […] das wird ein literarisches Bild des Herbstes 2018 sein, das bleibt.“


Lesungen

24.09.2018 | Beginn: 20:00 | Palais in der Kulturbrauerei | Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin

25.09.2018 | Beginn: 19:30 | Stadtbücherei | Kiskerstr. 2, 33790 Halle (Westf.)

25.10.2018 | Beginn: 20:00 | Botnanger Buchladen | Franz-Schubert-Straße 25, 70195 Stuttgart

10.11.2018 | Beginn: 19:00 | Buchhandlung Moritzplatz | Prinzenstr. 85, 10969 Berlin

Jan und Mila sind mit ihren Eltern in Rom. Und natürlich steht auch der Vatikan auf dem Besuchsprogramm. Auf dem Petersplatz müssen sie sich in eine lange Warteschlange für die Vatikanischen Museen anstellen – wie langweilig! Doch plötzlich entdecken sie hinter einer Säule einen kleinen Jungen in einem bunten Ritterkostüm. Und dieser Junge hat ein Geheimnis entdeckt: Denn hinter dem Petersplatz liegt eine verborgene Stadt – und er weiß, wie man dorthin kommt!

Die wichtigsten Themen und Fragen rund um den Staat Vatikan und seine Bewohner, den Papst, den Petersdom und die Schweizergarde werden hier kompetent und unterhaltsam für Kinder beantwortet.

für Kinder ab 6 Jahren

Fredrik Sjöberg nimmt den Weg von seinem wunderschönen Domizil auf der schwedischen Schäreninsel Runmarö auf sich und kommt zum Internationalen Literaturfestival nach Berlin. Bei Veranstaltungen rund um Natur und Sammeln liest er aus seinem Buch Der Rosinenkönig:

Lesung: Fredrik Sjöberg Der Rosinenkönig

11. September 2018

Haus der Berliner Festspiele, Berlin

Internationales Literaturfestival, Gartenbühne

„Aus der Luft betrachtet: Vögel im Nature Writing“. Mit: Michal Ksiazek (Polen), Nell Zink (USA/ D), Fredrik Sjöberg (Schweden)

Lesung: Fredrik Sjöberg Der Rosinenkönig

12. September 2018, 19:30 Uhr

Invalidenstr. 43, 10115 Berlin

Naturkundemuseum, eine Sonderveranstaltung des Internationalen Literaturfestival Berlin

„Sammeln im Nature Writing.“ Mit Michael Ohl (D), Fredrik Sjöberg (Schweden), Hanns Zischler (D)

Norway’s #1 best-selling title

Astrid Hekne, a nineteen year old girl, lives in Butangen, an isolated village in Norway, in 1879. She yearns for knowledge and dreams of a life with more to offer than giving birth to a horde of children and dying working in the fields. Perhaps a future as the wife of the young local priest …

Butangen’s priest Kai wants to bring his congregation closer to the modern church even if it’s against their will. An austere but warm church is essential in his plan and beautiful Astrid as his wife could be his link to the locals.

Built in 1170, the old stave church of Butangen is one of the few remaining examples of early Christianisation, unique in its architecture including effigies of pagan deities carved into the wooden walls. Even the bells – two sister bells moulded in the 16th century in memory of the Siamese twins Halfrid and Gunhild Hekne – are special. There is the legend that they ring of their own record when danger is immanent.

In Germany the University of Dresden is highly interested in art history. With Kai’s approval they buy the stave church and send a student, Gerhard Schönauer, to Butangen to supervise the dismantling of the church and its resurrection in Dresden.

Astrid is fascinated by Gerhard. He behaves and smells differently to anyone else but on the other hand is he the one who will take the sister bells away from her village. These magical, sonorous and powerful bells donated by her ancestors. The young woman strongly feels that she can’t let them leave, and so she undertakes whatever seems necessary to keep the Sister Bells at home…

All three of them have to struggle with their good intentions, with their wish for a positive future and their close connection to the past.

Es stampft, es schnauft, es schwankt – und ganz Schweden rätselt mit: Ist es ein Elch, ein Bär oder ein Elefantenbaby? Nur Schatten sind auf dem verwackelten Handyvideo zu erkennen, das der Sohn des Bürgermeisters aufgezeichnet hat. Doch schon bald lockt das mysteriöse Waldwesen Tausende Touristen in das verschlafene Provinzkaff. Endlich können die abgehängten Einheimischen auf den ersehnten Aufschwung hoffen! Jetzt muss Bürgermeister Per Danielsson nur um jeden Preis verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Ein besoffener Bär im Bergwerkswald“ erschienen am 3. September bei Harper Collins!

„Eine gefährliche Lektüre für Menschen mit festem Wohnsitz.“

Reisebeschreibungen sind so alt wie die Literatur. Das Gilgamesch-Epos, die Odyssee, Abrahams Wanderungen im Alten Testament handeln von ausgedehnten Reisen. Es ist erst 13.000 Jahr her, dass die Menschen ihr Nomadendasein beendeten und sesshaft wurden. Die Wanderlust steckt in unseren Genen, der Wunsch, unsere Welt über den Horizont hinaus zu erkunden, ist universell.

Der schwedische Journalist und Schriftsteller Per J. Andersson, Mitbegründer von Schwedens bekanntestem Reisemagazin Vagabond, gibt diesem Bedürfnis immer wieder bereitwillig nach. Er unternimmt seit mehr als 30 Jahren ausgedehnte Reisen auf allen Kontinenten, wandert über Berge, schlendert durch Basare und Slums, fährt mit dem Bus durch Indien und trampt durch Europa – immer auf der Suche nach spannenden Begegnungen, neuen Eindrücken und dem, was unserem Leben Sinn verleiht. In den 19 Geschichten seines neuen Buches lässt uns Andersson teilhaben an seinen Begegnungen und den unterwegs gewonnen Erkenntnissen.

Vom Schweden, der die Welt einfing und in seinem Rucksack nach Hause brachte“ ist ein romantisches Buch, das Lust macht, die Welt abseits massentouristischer Trampelpfade zu erkunden, ein Plädoyer, auf die Bequemlichkeit und den klimatisierten Komfort der üblichen Pauschalreise zu verzichten. Zugleich ist es ein hochpolitisches Buch, das zeigt, wie hoch der Preis wäre, wenn unsere Reisefreiheit und das Recht zum gleichberechtigten Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft zugunsten eines neuen Nationalismus und der Abriegelung von Grenzen aufgegeben würde.

Das von Susanne Dahmann aus dem Schwedischen übersetzte Buch gibt C.H.Beck als schön gestaltete Klappenbroschur – versehen mit 20 Stempelmotiven von Luus Schreurs – heraus und ist momentan Platz 3 der Spiegel-Bestseller Liste!