A story of dark forces and new energies

Astrid Hekne, a nineteen year old girl, lives in Butangen, an isolated village in Norway, in 1879. She yearns for knowledge and dreams of a life with more to offer than giving birth to a horde of children and dying working in the fields. Perhaps a future as the wife of the young local priest …

Butangen’s priest Kai wants to bring his congregation closer to the modern church even if it’s against their will. An austere but warm church is essential in his plan and beautiful Astrid as his wife could be his link to the locals.

Built in 1170, the old stave church of Butangen is one of the few remaining examples of early Christianisation, unique in its architecture including effigies of pagan deities carved into the wooden walls. Even the bells – two sister bells moulded in the 16th century in memory of the Siamese twins Halfrid and Gunhild Hekne – are special. There is the legend that they ring of their own record when danger is immanent.

In Germany the University of Dresden is highly interested in art history. With Kai’s approval they buy the stave church and send a student, Gerhard Schönauer, to Butangen to supervise the dismantling of the church and its resurrection in Dresden.

Astrid is fascinated by Gerhard. He behaves and smells differently to anyone else but on the other hand is he the one who will take the sister bells away from her village. These magical, sonorous and powerful bells donated by her ancestors. The young woman strongly feels that she can’t let them leave, and so she undertakes whatever seems necessary to keep the Sister Bells at home…

All three of them have to struggle with their good intentions, with their wish for a positive future and their close connection to the past.


Press

“Magnificent historical novel.” – Stein Roll, Adresseavisen

The Sister Bells is exciting. A real page-turner.” – Cathrine Loraas Møystad, Østlendingen

“Lars Mytting’s historical novel is captivating and engaging. (…) With his powerful narrative style, intertwined story and detailed knowledge of carpentry, fishing and stave churches, there is reason to believe that this time he will again reach many many readers.” – Marius Wulfsberg, Dagbladet

“He writes about silver sister bells, but one may well think Lars Mytting took home gold again with his new novel. From the first sentence the author is at his best and never releases the grip he has on his readers.” – Arne Hugo Stølan, VG


World rights available

Rights sold to: Denmark (Rosinante & Co), Germany (Insel/Suhrkamp), Italy (DeAgostini), Netherlands (Atlas Contact), Spain (Alfaguara) and Catalan (Ara Llibres), Sweden (W&W), UK (MacLehose) US rights are available!

Eigentlich wollte Fredrik Sjöberg das Schreiben aufgeben: Er hatte keine Schulden mehr und genügend Brennholz hinter dem Haus, das war alles, was er sich je versprochen hatte. Doch da gab es diese Geschichte, die erzählt werden wollte. Sie dreht sich um zwei Künstler, die heute so gut wie vergessen sind und deshalb wohl als “gescheitert” betrachtet werden können. Und es geht um die Frage, was das überhaupt heißt, scheitern – und ob es nicht vielleicht sogar etwas Gutes ist? Womöglich sogar eine echte Kunst?

Olof Ågren, geboren 1874, war ein Eremit, der viele Jahre einsam auf der Felseninsel Krokholmen lebte, wo er nachts mit dem Bart am Kissen festfror. Als eine Ausstellung in Stockholm doch noch den späten Ruhm brachte, bat Ågren alle, sich zum Teufel zu scheren, gab das Malen auf, kaufte sich einen Bauernhof auf steinigem Grund und verbrachte den Rest seines sehr langen Lebens als ein nach allen weltlichen Maßstäben gescheiterter Bauer.

Lotte Laserstein, geboren 1898, floh vor den Nazis 1937 nach Stockholm, wo sie in derselben Galerie ausstellte wie Ågren. Auch ihre Ausstellung war ein Erfolg, die Gemälde grandios. Doch nach der Ermordung ihrer Mutter im KZ gelang es ihr nicht mehr, ihr künstlerisches Niveau zu halten. Mit Auftragsarbeiten hielt sie sich über Wasser, während ihr gewaltiges Hauptwerk Abend über Potsdam in ihrem Wohnzimmer hing. Beinahe zufällig wurde auch ihr in hohem Alter noch später Ruhm zuteil.

Begegnet sind die beiden sich nie, doch Sjöberg gelingt es, die Biografien dieser sonderbaren Außenseiter miteinander zu verknüpfen und ihr ganz unterschiedliches “Scheitern” so zu beleuchten, dass dabei viel Bewegendes, Skurriles und Schönes ans Licht kommt – immer auch auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage: Wofür mache ich das hier eigentlich alles?

Sjöberg  erzählt in Vom Aufhören. Über die Flüchtigkeit des Ruhms und den Umgang mit dem Scheitern vom jeweils ganz unterschiedlichen Scheitern der beiden Künstler. Wie schon in Der Rosinenkönig  oder Die Kunst zu fliehen  führt er dabei seine Leser immer wieder auf Nebenwege, in ferne Länder und Zeiten – man folgt ihm staunend und glücklich nur zu gern, wohin auch immer.


Fredrik Sjöberg wird im September auch nach Berlin kommen:

11.9.2018 Internationales Literaturfestival, Haus der Berliner Festspiele, Gartenbühne:

„Aus der Luft betrachtet: Vögel im Nature Writing“ Mit: Michal Ksiazek [Polen], Nell Zink [USA/ D], Fredrik Sjöberg [Schweden]

12.9.2018 Internationales Literaturfestival, Naturkundemuseum:

„Sammeln im Nature Writing“ Mit Michael Ohl [D], Fredrik Sjöberg [Schweden], Hanns Zischler [D, tbc]“


 

Literatur zwischen „Fake News“ und ethischem Anspruch

„Wenn ein Schriftsteller den Status quo in Frage stellt, geht er immer ein Risiko ein.“

Andrea Scrimas erster Roman „Wie viele Tage“, der Anfang 2018 im Droschl-Verlag erschienen ist, hat breite Aufmerksamkeit erfahren. Die Rezensionen in der Presse und im Radio waren sehr positiv, außerdem gab es ein Interview mit unserer Autorin in der Neuen Zürcher Zeitung, in dem sie sich kritisch über die politischen und kulturellen Zustände in ihrem Herkunftsland USA äußert. Beim Blick auf die alte Heimat sei räumliche Distanz durchaus vorteilhaft, sie selbst empfinde die Entfernung nach 34 Jahren in Berlin „fast als lebensnotwendig“, weil man doch mehr sehe, wenn man „nicht im selben Schlamassel steckt“.

Thematisch dazu passend meldet sich Andrea Scrima in der aktuellen Ausgabe der Literaturzeitschrift „Schreibheft“ mit einem Essay über den US-amerikanischen Schriftsteller Don DeLillo erneut zu Wort: „Amerikas blinde Flecken – Don DeLillo (wieder) lesen in dunklen Zeiten.“ Sie interessiert, ob DeLillos Werk von Americana bis Falling Man hilfreich sein könne, um die „beispiellose politische Situation zu analysieren, in der wir uns gegenwärtig befinden“. In den Äußerungen des fiktiven Personals der Romane findet sie immer wieder eindrückliche Belege – „Momente von bestürzender Hellsicht“ – für die „Pathologie des Staates“ und die Hybris seiner Akteure. Allem Anschein nach, so Scrima, würden DeLillos Bücher nicht altern.

Die übergeordnete Frage lautet, wie Schriftsteller heute ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden können. Scrima ist keinesfalls der Ansicht, „dass ein Schriftsteller ein Aktivist sein muss“, dass es aber trotz politischen Drucks, ökonomischer Zwänge im Verlagswesen und drohendem Bedeutungsverlust  in der „medialen Kakophonie“ weiterhin sinnvoll und möglich sei, einem ethischen Anspruch zu folgen – lesenswerter, spannender Diskussionsstoff und Blaupause für die Auseinandersetzung mit anderen Autoren oder (eigenen) Büchern.

Wer Andrea Scrima live erleben möchte, kann in diesem Sommer noch zwischen verschiedenen Terminen und Orten wählen:

Lesungen mit Andrea Scrima:

Samstag 25. August 2018 – Bad Oeynhausen & Löhne: Internationales Literaturfest „Poetische Quellen“, Beginn 14:30 Uhr

Sonntag 26. August 2018 – Erlangen: 38. Erlanger Poetenfest, Orangerie im Schlossgarten, Beginn 16:00 Uhr

Samstag 8. September 2018 – Berlin: Kunstraum Manière Noire, Beginn 18:00 Uhr

Ab Mitte August wird Maike Dörries für die agentur literatur arbeiten. Damit komplettiert sich das Team der agentur literatur: Gudrun Hebel nimmt neben der Geschäftsführung die internationale Vertretung der Autoren wahr, Günther Frauenlob vertritt deutsche Verlage nach Skandinavien und Maike Dörries wird deutsche und nordische Autoren im Bereich Kinder-, Jugend und Young adult betreuen.

„Mit Neugierde habe ich über Jahre die beeindruckende Vermittler- und Übersetzerarbeit von Maike Dörries beobachtet und ihren hervorragenden Literaturgeschmack bewundert. Dass sie nun in der Agentur ihre Kernkompetenzen einbringt, ist ein großer Gewinn für uns.“ sagt Gudrun Hebel.

 

Nach dem Studium der Skandinavistik hat Maike Dörries im Anrich Verlag gearbeitet, bevor sie sich auf’s Übersetzen vor allem, aber beileibe nicht nur von Kinder- und Jugendbüchern ins Deutsche konzentrierte. „Nun auch wieder mit AutorInnen gemeinsam Buchprojekte entwickeln zu können – das hat mir ein wenig gefehlt“, freut sich die preisgekrönte Übersetzerin.

Foto: Johannes Vogt