Der einstige Wehrmachtsoffizier Eduard Leander begibt sich nach dem Tod seiner Frau auf eine Reise in die eigene und zugleich deutsche Vergangenheit. „Leanders letzte Reise“ schlägt Brücken zwischen historischer Schuld, Schicksalen dreier Generationen und der krisengeschüttelten Ukraine der Gegenwart. Nach dem romantischen Thriller „Ohne dich“ ist dieses Roadmovie der zweite prominent besetzte Film, für den Alexandra Umminger als Co-Autorin das Drehbuch verantwortet. Unter der Regie von Nick Baker-Monteys überzeugen Jürgen Prochnow als störrischer Ex-Wehrmachtsoffizier auf der späten Suche nach seiner großen Liebe und Petra Schmidt-Schaller als Enkelin und widerwillige Reisebegleiterin. In weiteren Hauptrollen wirken Suzanne von Borsody als dauergenervte Mutter und Tambet Tuisk als ukrainischer Lebenskünstler zwischen den Fronten. – Kinostart des Films im Verleih der Tobis ist am 21. September.

Die wachsende soziale und ökonomische Ungleichheit verringert die Akzeptanz demokratischer Entscheidungsprozesse, schwächt unsere Institutionen und vertieft die Spaltung der Gesellschaft. Diesem Problem widmet sich der schwedische Mathematiker und Politikberater Per Molander in seinem bislang erfolgreichsten Buch. Zentrale These unseres Autors: Ungleichheit ist kein Naturgesetz, man kann etwas dagegen tun. Wissenschaftlich fundiert, mit vielen historischen Beispielen und in einer verständlichen Sprache zeigt Molander, mit welchen politischen Maßnahmen das weltweite Problem wachsender Ungleichheit und der damit einhergehende Vertrauensverlust bekämpft werden können.

„Die Anatomie der Ungleichheit. Woher sie kommt und wie wir sie beherrschen können“ war 2014 in Schweden ein Nummer-1-Bestseller. Nach Lizenzausgaben in den USA und Korea ist das Buch, übersetzt von Jörg Scherzer, jetzt im Frankfurter Westend-Verlag auf Deutsch erschienen.